DasHölloch mit knapp 200 km vermessenen Höhlengängen und einer Höhendifferenz von 940m ist das zweitgrösste Höhlensystem in Europa und das sechstgrösste der Welt. Der Eingang zu diesem endlosen Labyrinth wurde im Jahre 1875 von Alois Ulrich entdeckt.
Etwas weiter östlich, unter der Karstfläche der Silberen, liegt das über 37 km lange Silberensystem. Es besteht aus dem Zusammenschluss der schon länger erforschten Höhlen; Schwyzerschacht; Igluschacht; Discoschacht; Höllenschacht und Julialöchli und verfügt mit dem Hohlraum des Mammutmünsters (zirka 100 x 100 x 70m) über den weit bekannt grössten unterirdischen Hohlraum.
Parallel zu den touristischen Führungen laufen die Forschungen immer weiter und neue Gänge werden entdeckt. Nebst der Entdeckung von neuen Gängen und Höhlen wird auch
hydrologisch viel geforscht. Dank mehreren Messstationen, einerseits in der Höhle selbst und andererseits auf der Oberfläche, soll mit Erfahrung der Daten die Wassersituation im Hölloch bestmöglichst beurteilt werden können. Nur dank diesem beispiellosen Idealismus von Forschern der Arbeitsgemeinschaft Höllochforschung sind nebst dem Hölloch weiter noch hunderte von Oberflächenhöhlen und Schlünden bekannt. Die meisten dieser, so auch das Silberensystem, stehen in hydrologischer Verbindung mit der Basishöhle, dem Hölloch.
Das ausgeglichene Klima in den Höhlen und Schächten begünstigt den Erhalt von Zeugnissen (Knochen, Holz) über Jahrtausende. Aufgrund jüngster archäozoologischen Erforschungen resultieren Knochen dessen Datierung bis in die mittlere Steinzeit (9500-5500 v. Chr.) zurückreichen. Die Funde ergeben für die Siedlungsgeschichte im Muotathal und für das Alte Land Schwyz ganz neue Dimensionen.
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